Hansen: „Berlin muss handeln!“

Kiel, 14.03.19 – Zur Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik durch Innenminister Grote erklärt der polizeipolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jörg Hansen…

„Die historisch niedrige Zahl der registrierten Straftaten ist eine gute Nachricht für Schleswig-Holstein. Sie ist nicht nur ein Erfolg für unsere hochprofessionell arbeitende Landespolizei, sondern auch für die Innenpolitik der Jamaika-Koalition. Mit der Stärkung unserer Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten in Personal und Ausrüstung haben wir die richtigen Schwerpunkte gesetzt.

Leider gibt es nicht nur gute Nachrichten. Der Anstieg der Rauschgiftdelikte ist besorgniserregend. Besonders betroffen macht mich die Zunahme der Gewalt gegen Polizeibeamte. Wenn die, die uns schützen zunehmend selbst Opfer von Gewalt werden ist das ein Alarmsignal.

Bedauerlich ist zudem die Entwicklung im Zusammenhang mit Taten zum Nachteil älterer Menschen. Ob Anrufe durch falsche Polizeibeamte oder der klassische Enkeltrick, dieser Kriminalitätsbereich erlebt einen Boom. Mit der Präventionskampagne ‚Vorsicht Abzocke‘, deren Flyer an 1,5 Millionen Haushalte verteilt wurde und der seniorenspezifischen Beratung in den Polizeidirektionen wird wichtige Präventionsarbeit geleistet. Mit der extra eingesetzten und bundesweit und international vernetzten Einsatzgruppe ‚Callcenter‘ demonstriert das Innenministerium Entschlossenheit bei der Bekämpfung dieser Straftaten. Handeln muss hier aber insbesondere auch der Bund. Eine Vielzahl der Betrügereien geschehen aus Callcentern in der Türkei. Die Bundesregierung ist aufgefordert, den Druck auf die Türkei zu erhöhen. Diese Callcenter, die allein der Begehung von Straftaten dienen, müssen umgehend geschlossen werden. Allein in 2018 haben wir in Schleswig-Holstein einen Schaden in Millionenhöhe zu verzeichnen. Das ist nicht hinnehmbar.“

Aussender: Eva Grimminger, FDP- Fraktion Schleswig-Holstein
Redaktion: Torben Gösch

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