Heiraten auf Sylt

Ende April findet in London DIE Hochzeit des Jahres statt. Auch auf einer anderen Insel, mehrere hundert Kilometer weiter nördlich, kann man sich majestätisch zum Traualtar führen lassen. Sylt bietet perfekte Bedingungen für eine Märchenhochzeit – auf See, an Land oder am Strand:

„Manche Menschen verbinden Sylt mit der Natur und erleben in ihr Gott besonders intensiv“, sagt der evangelische Pastor Rainer Chinnow, der auf besonderen Wunsch Trauungen und Taufen nicht nur in der Friesenkapelle zu Wenningstedt, sondern auch am Strand zelebriert. Dann ersetzt ein kleiner Tisch den Altar, statt einer Orgel erklingen die Saiten einer Gitarre und die Zaungäste tragen schon mal Badeanzug statt Smoking.

 

Das beliebteste Trauzimmer der Insel thront knapp 50 Meter über der Insel: Von April bis Oktober sind Hochzeiten hoch oben auf dem Hörnumer Leuchtturm möglich. Der Leuchtturmwärter persönlich empfängt das Brautpaar und führt es 128 Stufen hinauf bis ins kleine Trauzimmer im siebten Stock. Näher kann man dem siebten Himmel wohl kaum kommen. Neben dieser luftigen Zeremonie stehen außerdem das ehrwürdige Trauzimmer des Westerländer Rathauses, eine feierliche Zeremonie im reetgedeckten Kampener „Kaamp Hüs“ sowie das traditionsreiche Ambiente der beiden Keitumer Museen zur Auswahl.

 

Der Hafen der Ehe lässt sich auf Sylt nicht nur auf dem Landweg ansteuern. Auch eine maritime Trauung ist möglich. Als Hochzeitskutsche fungiert dabei von April bis Oktober die alte Kutterdame „Gret Palucca“. Die Trauzeremonie findet während der Fahrt vor der Kulisse des Lister Königshafens statt. Die Flaschenpost, die nach der Trauung mit einer vom Kapitän unterzeichneten Urkunde auf die Reise geschickt wird, trägt als Absender 55° 0,35 N, 08° 25,5 E – die navigatorische Position, die die Brautleute später in der Goldschmiede eines Sylter Kunsthandwerkers in ihre Ringe eingravieren.

 

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