Corona: 41 bestätigte Fälle in Kiel

  • Kieler helfen Kielern
  • Welle der Hilfsbereitschaft
  • Stadt Kiel informiert auf allen Kanälen

Kiel, 22.03.20 – An diesem Wochenende sind bis Sonntagnachmittag, 22. März, fünf weitere Fälle von Erkrankungen mit COVID-19 in der Landeshauptstadt bestätigt worden. Damit ist die Zahl der in Kiel gemeldeten Fälle auf 41 angestiegen. 545 Kielerinnen und Kieler sind unter Quarantäne…#

Das Gesundheitsamt weist noch einmal darauf hin, dass seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Menschen zu Hause nicht ohne Voranmeldung aufsuchen. Deutschlandweit sollen angebliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes in Schutzkleidung unterwegs sein und sich so unrechtmäßig Zutritt zu den Wohnungen verschaffen.

Kieler kaufen bei Kielern und regional

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer hat am Sonnabend, 21. März, in den Sozialen Medien einen Aufruf an alle Kielerinnen und Kieler gestartet.
„Viele Kieler Geschäfte und Restaurants sind wegen der Corona-Krise geschlossen oder haben gravierende Umsatzrückgänge. Viele fürchten um ihre Existenz. Aber wir können ihnen helfen”, so Kämpfer. Sein Appell: „Kauft lokal! Bestellt Essen bei lokalen Restaurants, die einen Lieferservice eingerichtet haben. Ordert Bücher in heimischen Buchläden online, bestellt Geschenkgutscheine in Kieler Geschäften – eingelöst werden sie später. Macht mit und lasst uns so Kiel gemeinsam durch die Krise bringen.”

In den kommenden Tagen wird dafür unter dem Motto „Kiel hilft Kiel“ ein lokales Portal entwickelt, auf dem Ideen, Unterstützungen und konkrete Hilfe koordiniert werden. Viele Tipps zur Unterstützung von lokalen Unternehmen, Cafés und Restaurants sind jetzt schon bei Instagram unter @foerdebummel oder dem Hashtag #kielhilftkiel zu finden.

Welle der Hilfsbereitschaft

„Es ist überwältigend, wie viele Kielerinnen und Kieler ihre Hilfe anbieten und was für tolle Ideen sie dabeihaben“, freut sich Sozialdezernent Gerwin Stöcken: „Sie reichen vom Einkaufsservice bis hin zum gemeinsamen Singen in Seniorenheimen – der Chorleiter steht im Flur und die Bewohnerinnen und Bewohner sitzen in ihren Zimmern und singen bei offenen Türen. In der Krise entstehen viele neue kreative Hilfsideen. Das ist großartig.“

Im nettekieler Ehrenamtsbüro werden die Angebote koordiniert. Die Leiterin des Ehrenamtsbüros, Alexandra Hebestreit, und ihr Team haben in den vergangenen Tagen mehr als 150 Helferinnen und Helfer registriert. „Die ersten haben wir auch schon vermittelt“, sagt sie. „Wir arbeiten dabei eng mit den Anlaufstellen Nachbarschaft zusammen.“

Die Anlaufstellen – kurz anna –, die in verschiedenen Kieler Ortsteilen zu finden sind, bringen die Hilfsangebote mit den Hilfebedürftigen zusammen. Wer Hilfe benötigt, sollte sich deshalb an die Anlaufstellen in der Nachbarschaft wenden. Einen Überblick gibt es unter www.kiel.de/anna. Wer Hilfe anbieten möchte, wendet sich an das nettekieler Ehrenamtsbüro unter ehrenamtsbuero@nette-kieler.de.

Was derzeit nicht vermittelt wird, sind Kinderbetreuungsangebote. Hier gelten die Notbetreuungsrichtlinien der Stadt. Zu finden sind sie unter www.kiel.de/coronvirus#betreuung.

stadt.mission.mensch hilft Wohnungslosen und Bedürftigen

Die Kieler Stadtmission ruft die Kampagne „satt.mission“ ins Leben. „Ab Anfang der kommenden Woche werden wir unsere Wohnungslosen mit einer warmen Mahlzeit täglich versorgen können“, sagt Karin Helmer, Geschäftsführerin der stadt.mission.mensch gGmbH: „Wir haben kurzfristig zwei Restaurants und eine Kantine gefunden, die kochen. Das Essen wird von den Gastronomen portionsweise in Einwegverpackung abgefüllt. Für die kommende Woche werden Mitarbeiter von uns fahren und das Essen liefern. Sukzessive binden wir in den Transportdienst – unter Vorgabe hygienischer Richtlinien – Ehrenamtliche ein. Danke an diese großartigen Helfer*innen“. Um den Helferinnen, Helfern und Gastronomen wenigstens die Kosten zu erstatten, wird es auch einen Spendenaufruf unter dem Motto „satt.mission“ geben.

Bürgertelefon und Social Media Kanäle der Stadt informieren

Die Landeshauptstadt Kiel hat ihr Dienstleistungs- und Serviceangebot auf Mail und Telefon umgestellt. Unter der Kieler Nummer 901-3333 sind täglich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Fragen erreichbar. Am Wochenende haben – Stand Sonntagnachmittag – rund 130 Kielerinnen und Kieler diesen Service genutzt. An Wochentagen sind es rund 300 täglich.

Bürgeranliegen können auch per Mail an die Landeshauptstadt Kiel gestellt werden unter amt24@kiel.de.

Informationen zum Thema Corona in Kiel veröffentlicht die Stadt auf ihrer ständig aktualisierten Internetseite www.kiel.de/coronavirus. Diese ist im März rund 160.000 Mal aufgerufen worden.

Zuverlässig informiert die Landeshauptstadt Kiel über die Corona-Krise auch auf ihren Social-Media-Kanälen bei Twitter (@stadt_kiel), Facebook (www.facebook.de/Kiel.Landeshauptstadt/) sowie Instagram (@kiel.de).

Dort wurden in den vergangenen eineinhalb Wochen gut 2,2 Millionen Impressions erzeugt, mit einer Reichweite von über einer halben Million Nutzerinnen und Nutzer. Das Social-Media-Team bearbeitete in der Zeit mehr als 5000 Anfragen von Userinnen und Usern. Dabei betreffen die Posts die täglichen Änderungen, fachspezifische Fragen (zum Beispiel zu Trauungen oder den Wochenmärkten), Videobotschaften und nützliche Hinweise aus den einzelnen Ämtern.

Aussender: Kerstin Graupner. Landeshauptstadt Kiel
Redaktion: Torben Gösch

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