Mehr Geld für die Gedenkstätten Ahrensbök, Kaltenkirchen, Flandernbunker;

  • Karin Prien: „Qualitätssicherung für zeitgemäße Erinnerungsorte“

KIEL, 04.07.19 – Die Landesregierung hat für das Jahr 2019 einen deutlichen Schwerpunkt bei der Gedenkstättenarbeit gesetzt. „Ich freue mich, dass die Regierungsfraktionen 500.000 Euro extra für bauliche Investitionen aus IMPULS-Mitteln zur Verfügung gestellt haben…

Damit sollen insbesondere die Gedenkstätten in Ahrensbök, Kaltenkirchen und der Kieler Flandernbunker aufgewertet werden“, sagte Kulturministerin Karin Prien heute (4. Juli) zur Bescheid-Übergabe an die Gedenkstätte in Ahrensbök.

Die Gedenkstätte setze die Finanzmittel von rund 120.000 Euro ein, um die Zuwegung und Parkmöglichkeiten besser zu gestalten, heißt es. Sie verfüge derzeit nur über wenige, provisorisch hergerichtete Stellplätze, die bei Regen kaum nutzbar seien. Außerdem seien Busparkplätze und Fahrradstellplätze sowie eine entsprechende Außenbeleuchtung vorgesehen.

Weitere Investitionen seien in der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen-Springhirsch und im Flandernbunker Kiel geplant, erläutert das Kulturministerium. So stehe noch die 2016 begonnene Vervollständigung des Gebäudes für Ausstellung, Archiv sowie Sitzungsmöglichkeiten aus. Mit dem mit rund 165.000 Euro geförderten Erweiterungsbau solle vor allem ein Arbeitsplatz für die neu geschaffene Leitungsstelle, für die Präsentation der „zweiten“ Geschichte der Gedenkstätte nach 1945 sowie für eine bessere Raumsituation für Vorträge, Gruppen- und Schulführungen geschaffen werden.

Beim Flandernbunker stünden Zugänglichkeit und Barrierefreiheit im Mittelpunkt: Dem Bunker fehle bislang ein angemessener Vorplatz mit einem Eingangs- und Empfangsbereich, ein Aufzug, eine vernünftige Beleuchtung und ein professionelles Bannersystem. Das denkmalgeschützte Bauwerk soll möglichst rollstuhlgerecht und für gehbehinderte Menschen erreichbar werden; es werde mit rund  172.000 Euro bezuschusst.

„Die Gedenkstätten nutzen die Mittel dazu, attraktiver zu werden – zum Beispiel durch professionelle und zeitgemäße Vermittlung. Mit diesen Maßnahmen zur Qualitätssicherung profilieren sie sich weiter als zeitgemäße Erinnerungsorte“, sagte Bildungs- und Kulturministerin Karin Prien.

Aussender: Thomas Schunck, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (SH)
Redaktion: Torben Gösch