LKA Schleswig-Holstein stellt große Menge an illegaler Pyrotechnik sicher

Einem 52-jährigen Mann aus dem Großraum Uetersen stand gestern eine Durchsuchung durch die Sprengstoffermittler des LKA Schleswig-Holstein ins Haus. Gegen den Mann ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des Handelns mit illegaler Pyrotechnik.

Die Durchsuchung, die im Auftrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe durchgeführt wurde, erwies sich als voller Erfolg. Bis in die Nachtstunden waren die Sprengstoffermittler und Kräfte des Kampfmittelräumdienstes im Einsatz, um insgesamt fast eine halbe Tonne illegaler Pyrotechnik aus der Wohnung des Beschuldigten abzutransportieren. Die Beamten fanden die gefährliche Pyrotechnik zum Verkauf bereitgestellt in den Räumen des Beschuldigten vor. Während des Einsatzes erschienen immer wieder potentielle Käufer an der Haustür des Mannes.

Gleichzeitig stellten die Polizisten fest, dass der Beschuldigte offenbar auch einen Handel mit nicht verzollten Zigaretten betrieb.

Bargeldsummen, die bei der Durchsuchung ebenfalls gefunden wurden, wurden zum Zweck der Einziehung sichergestellt.

Den Mann erwartet ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes nach dem Sprengstoffgesetz. Eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe können bei solch einem Delikt verhängt werden.

Viel wichtiger als die Verfolgung dieser Straftat ist den Sprengstoffermittlern jedoch die Beseitigung der Gefahr, die von dieser illegalen Pyrotechnik ausgeht. Von der im vorliegenden Fall sichergestellten großen Menge an illegalen Feuerwerkskörpern geht eine hohe Gefahr aus. Diese Pyrotechnik ist nicht ohne Grund verboten. Sie besitzt eine starke Sprengkraft, die oft unterschätzt wird. Letztes Jahr sind in Schleswig-Holstein fünf Personen durch illegale Pyrotechnik teilweise schwer verletzt worden. Ein 18-jähirger wurde sogar dadurch getötet.

Das LKA weist eindringlich auf die Gefahren und die Strafbarkeit von illegaler Pyrotechnik hin.

Aussender: Robert Schulz, Landeskriminalamt Schleswig-Holstein
Redaktion: TG