Bürgerinitiative: Fracking in der Nordsee verhindern! – Jetzt das GORM-Projekt stoppen!

(Bonn, Kiel, 08.12.2015) Scharfe Kritik an den Plänen der Firma Maersk Oil, in der dänischen Nordsee im Grenzgebiet zum deutschen Entenschnabel mit neuen Boh­rungen Öl und Gas zu fördern, hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umwelt­schutz geäußert. Im Rahmen des GORM-Projekts will die Firma dabei die umweltzer­störende Fördermethode Fracking anwenden. Während Fracking bereits an Land unverantwortbar ist, wären die Folgen eines Offshore-Frackings noch weniger be­herrschbar.

Zu diesem Vorhaben wurden eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung und Unterlagen ausgelegt, zu der die Öffentlichkeit Einwendungen abgeben kann.Die Einwendungen müssen bis zum 23.12.2015 beim dänischen Umweltministerium eingegangen sein. Der BBU hat daher einen Sammeleinspruch verfasst, um dem dä­nischen Umweltministerium und der Firma Maersk Oil die Ablehnung der Bevölke­rung deutlich zu machen. Der Sammeleinspruch kann von der BBU-Homepage heruntergeladen werden.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Das Vorhaben kombiniert die Gefahren des Frackings an Land mit den klassischen Gefahren der Öl- und Gasgewinnung im Meer. Durch die eingesetzten Frackflüssigkeiten, deren Zusammenset­zungen nicht veröffentlicht wurden,kann es zu Wasserkontaminationen kommen. Das Aufbrechen des Untergrundgesteins und das Wiederverpressen des Flowbacks kann Erd­beben hervorrufen. Und durch Leckagen kann in erheblichen Maß das klimaschädliche Methan entweichen. Während der Sondierungs-, Förder- und Außerbetriebnahmeaktivitäten kann es außerdem zu schweren Unfällen kommen. Dazu gehören Öl- und Chemikalienfreisetzungen aufgrund einer Schiffskollision oder von Pipelineleckagen. Größere Gasfreisetzungen können aufgrund eines Blowouts erfolgen.Eine mögliche größere Ölpest hätte erhebliche negative grenzüberschreitende Auswirkun­gen auf das empfindliche marine Ökosystem. Angesichts dieser möglichen Folgen ist das Vorhaben nicht verantwortbar. Die Investitionen sollten stattdessen für die forcierte Nut­zung regenerativer Energien verwendet werden.“

Der BBU hat als Reaktion auf die Pläne vonMaersk Oil einen Sammeleinspruch verfasst, der auf der BBU-Homepage veröffentlicht ist und unter http://www.bbu-online.de/Einwendungen/Einwendungen.htm heruntergeladen werden kann.

Direktlink: http://www.bbu-online.de/Einwendungen/Sammeleinspruch%20GORM-Projekt%20Dez%20%202015.pdf

Der BBU ruft die Bevölkerung auf, durch zahlreiche Unterschriften Widerstand gegen das Projekt zu leisten und dadurch dazu beizutragen, es zu verhindern. Die Unterschriftenlisten können dabei bis zum 15.12.2015 an den BBU geschickt werden, der diese dann gesammelt an das dänische Umweltministerium weiterleitet. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Einwendungen direkt an das dänische Umweltministerium zu übermitteln. Sie müssen dort bis zum 23.12.2015 vorliegen.

Engagement unterstützen

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter www.bbu-online.de. Die Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken.

Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

Aussender: Udo Buchholz, BBU
Redaktion: TG