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„Und Action“: Pleitegeier über Filmfabrik Babelsberg – CEO Carl Woebcken: „Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr überleben“

Potsdam (pte/19.12.2014) Das traditionsreiche Filmstudio Babelsberg http://www.studiobabelsberg.com in Potsdam kommt nicht aus den roten Zahlen heraus und wird 2014 einen Verlust schreiben. CEO Carl Woebcken rechnet mit einem Verlust in der Größenordnung von 2,5 Mio. Euro. Das Problem: Zwei wichtige Produktionen konnten nicht am Standort realisiert werden. Eingetrübte Stimmung daher vor Weihnachten: „Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr überleben“, so Woebcken.Foto: pixelio.de, NicoLeHe

Letzte Ausschüttung 2008

Dabei waren die Zeiten nicht immer schlecht für das renommierte Studio. 2013 hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 843.000 Euro erwirtschaftet, allerdings auch schon damals keine Dividende gezahlt. Zuletzt hatte es 2008 eine Ausschüttung gegeben. Davon scheint die Filmfirma derzeit meilenweit entfernt. Der Umsatz wird in diesem noch laufenden Geschäftsjahr aller Voraussicht nach von 81,9 Mio. Euro auf 50 Mio. Euro zurückgehen.

Vor dem Hintergrund der nachlassenden Geschäftslage hat das Management für 2016 den Rückzug des Unternehmens von der Börse in Aussicht gestellt. Man habe „keine nachhaltige Wachstumsstrategie“. Zuletzt hatte Hollywood-Regisseur Steven Spielberg mit Tom Hanks in Babelsberg einen Agententhriller gedreht. Das Studio ist Koproduzent. Außerdem sind in diesem Jahr neue Folgen des Kassenschlagers „Tribute von Panem“ in Potsdam entstanden.

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Kontakt: Florian Fügemann
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Redaktion: Torben Gösch