Bildungs-Bundesliga: Differenzierte Betrachtung nötig

Der stellv. Landesvorsitzende der Christlich-Demokratischen-Arbeitnehmerschaft (CDA), Dr. Andreas Ellendt, hält eine differenzierte Betrachtung des schlechten Abschneidens Schleswig-Holsteins in der so genannten „Bildungs-Bundesliga“ für nötig. Er wolle den 12. Platz keinesfalls schönreden. Aber es müsse erlaubt sein, über bestimmte und offensichtlich ausschlaggebende Kriterien dieser von Wirtschaftsverbänden finanzierten Studie zu diskutieren.

Dass nun ausgerechnet der Englischunterricht in den Grundschulen für die schlechte Platzierung mitverantwortlich und der Ausländeranteil an den Hochschulen überhaupt ein Bewertungskriterium sei, halte er für problematisch. Schließlich sei die Nachhaltigkeit von Englisch in der Grundschule an den weiterführenden Schulen selten zu bestätigen. Wenig überzeugend sei auch, das Ganztagsangebot in Schleswig-Holstein als schlechte „Förderinfrastruktur“ zu bezeichnen. Es gebe in Schleswig-Holstein an vielen Schulen gute Ganztagsangebote. Wenn diese nicht in der von den Verfassern der Studie gewünschten Weise genutzt würden, sei dies eine andere Fragestellung.

 

Ellendt sagte, deutlich größere Probleme kämen auf Schüler, Lehrer und Eltern zu, wenn die Umkremplungspolitik von Bildungsministerin Waltraut Wende, wie z.B. die Abschaffung des Gymnasiallehrers und der Noten in Grundschulen, sowie die Steigerung der Abiturientenquote bei gleichzeitiger Nivellierung der Niveaus der Schulabschlüsse „Früchte“ trage.

Aussender: CDA-Landesverband Schleswig-Holstein
Ansprechpartner: Helga Lucas
Redaktion: Torben Gösch