Kapitol: Shutdown in den USA trifft alle (Foto: flickr.com/Matthew Straubmuller)

US-Shutdown legt Behörden-Webseiten lahm – Budget-Stillstand blockiert Kommunikation mit eigenen Bürgern

Washington – Der gegenwärtige Stillstand der öffentlichen Verwaltung in den USA hat weitreichende Konsequenzen. Nicht nur, dass eine geschätzte Mio. Bundesangestellter in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt werden müssen und viele Behörden ihren Betrieb auf ein absolutes Minimum reduzieren, auch im Internet sind die Auswirkungen unübersehbar. So hat der „Government Shutdown“ unter anderem auch dazu geführt, dass zahlreiche offizielle Webseiten oder Social-Media-Auftritte von Regierungsinstitutionen von heute auf morgen nicht mehr erreichbar sind. Sogar eingehende E-Mail-Anfragen der Bevölkerung werden von Behörden wie dem US-Justizministerium oder dem Department of Homeland Security nicht mehr bearbeitet.Kapitol: Shutdown in den USA trifft alle (Foto: flickr.com/Matthew Straubmuller)

„Aufgrund des Fehlens von bundesstaatlicher Regierungsförderung ist diese Webseite nicht erreichbar. Wir bedauern diese Unannehmlichkeiten zutiefst“, so die Erklärung, mit der sich Besucher der NASA-Homepage http://www.nasa.gov im Moment abfinden müssen. Die Seite der nationalen Luft- um Raumfahrtsbehörde ist zurzeit gesperrt. Wer die betreffende URL-Zeile eingibt oder auf einen entsprechenden Link klickt, wird automatisch auf die Regierungsseite USA.gov umgeleitet. Dort können sich die Nutzer in einer umfassenden Liste darüber informieren, welche Services und Dienstleistungen bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen. „Der Betrieb wird eingestellt bis der Kongress das Budget beschlossen hat“, wird weiter klargestellt.

 

Zahlreiche Opfer

Neben der NASA sind aber auch eine ganze Reihe anderer Webauftritte Opfer von der Blockade betroffen – so etwa die Homepage des Landwirtschaftsministeriums http://usda.gov oder die Volkszählungsbehörde US Census Bureau http://www.census.gov . Andere staatliche Institutionen wie das Justizministerium Department of Justice http://www.justice.gov erlauben ihren Besuchern zwar noch den Zugriff auf die eigene Seite, weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass die dortigen Inhalte bis auf unbestimmte Zeit nicht weiter aktualisiert werden können.

Auch was die Kommunikation mit den Bürgern über verschiedene Internet-basierte Dienste wie etwa E-Mails oder soziale Online-Plattformen betrifft, herrscht weitestgehend völliger Stillstand. „Das Ministerium wird nicht in der Lage sein, eingehende Anfragen weiter zu bearbeiten und Antworten auf ihre Anliegen zu schicken, bis die budgetäre Finanzierung wieder geklärt ist“, heißt es ganz lapidar vom Justizministerium. Die eigenen Angestellten werden zudem per „Antideficiency Act“ daran gehindert, Mails aus dem Büro über mobile Endgeräte abzurufen und zu beantworten.

Von Nationalparks bis Zoos

Natürlich hat der budgetäre Haushaltsnotstand auch Auswirkungen auf andere staatlich organisierte Bereiche und viele kleinere Bundesbehörden. Diese reichen von Nationalparkverwaltungen wie beispielsweise bei der Freiheitsstatue in New York bis hin zu herkömmlichen Steuerfahndungsbüros. Sogar beliebte Ausflugsziele wie der Smithsonian National Zoo http://nationalzoo.si.edu sahen sich aufgrund des Finanzierungsstopps dazu gezwungen, ihre Pforten für die Öffentlichkeit zu schließen und Kameras, die eigentlich Panda-Bären, Geparden und Flamingos zeigen, aus dem Netz zu nehmen.

pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Markus Steiner
Kapitol: Shutdown in den USA trifft alle (Foto: flickr.com/Matthew Straubmuller)