Am Mittwoch, 08. August 2012, wurde ein Einbrecher auf frischer Tat von der Polizei in Oldenburg gestellt und vorläufig festgenommen. Ein zweiter Tatverdächtiger konnte zunächst mit seinem Auto flüchten. Nach einem Unfall mit seinem Wagen in Grube flüchtete er erneut, konnte aber später mit Hilfe eines Diensthundes aufgespürt und auch zur Polizeidienststelle gebracht werden.
Gegen 03.00 Uhr kam es zu einem Einbruch in ein Geschäft in Oldenburg in Holstein. Die Polizei konnte noch am Einsatzort einen 31-jährigen Tatverdächtigen stellen, der allerdings heftig Widerstand leistete. Erst der Einsatz von Pfefferspray durch die eingesetzten Beamten konnte die Gegenwehr stoppen. Ein Polizist wurde durch die Widerstandshandlungen leicht verletzt (diverse Schürfwunden). Er konnte seinen Dienst fortsetzen.
Ein zweiter Tatverdächtiger flüchtete mit einem silberfarbenen Audi A6 von Oldenburg in Richtung Süden. Das Fluchtfahrzeug war mit hoher Geschwindigkeit auf der Bundesstraße 501 unterwegs, als es von der Polizei gesehen wurde. Um die Verfolgung aufzunehmen, mussten die Polizisten ihren Funkwagen wenden. Dadurch hatten sie zunächst kurzzeitig den Sichtkontakt zum Flüchtigen verloren. Kurz hinter dem Ortseingang Grube fanden sie das Auto in einer Hauswand steckend.
Der Audifahrer hatte offenbar in einer scharfen Linkskurve aufgrund zu hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Nach ersten Erkenntnissen fuhr er mit seinem Wagen geradeaus und durchbrach eine Hauswand zum Schlafzimmer der dortigen Erdgeschosswohnung. Nach dem Unfall verließ der Fahrer den Audi und flüchtete zu Fuß.
Die inzwischen eingetroffene Streifenwagenbesatzung hörte Hilferufe aus der Wohnung und entschied sich zunächst den Mietern zu helfen. Diese waren im Mobiliar eingeklemmt. Während sich der Mann allein hatte befreien können, halfen die Beamten seiner Ehefrau aus den Trümmern. Die Rentnerin kam mit Verdacht auf Armfraktur anschließend in die SANA-Klinik nach Oldenburg. Ihr Ehemann wurde mit noch unbekannten Verletzungen in die Universitätsklinik nach Lübeck gebracht. Lebensgefahr besteht für das 74-jährige Ehepaar nicht.
Weitere eingesetzte Funkstreifenwagenbesatzungen machten sich derweil auf die Suche nach dem flüchtigen Tatverdächtigen. Dieser konnte von zwei Polizisten aus Bad Schwartau gut 90 Minuten nach der Tat gefunden werden, weil ihn ein Diensthund in Unfallortnähe aufgespürt hatte. Auch der 36jährige ließ sich nicht widerstandslos festnehmen. Dabei wurde er von dem Polizeihund gebissen. Nach der vorläufigen Festnahme des Mannes wurden seine Bissverletzung im Unterschenkel und Verletzungen, die höchstwahrscheinlich durch den Autounfall hervorgerufen wurden, in einem nahe gelegenem Krankenhaus untersucht.
Insgesamt waren neun Streifenwagen und ein Diensthund im Einsatz.
Die Ermittlungen der Lübecker Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei in Oldenburg dauern an.
Polizeidirektion Lübeck