London (pte/04.05.2012/12:15) Das gestern, Donnerstag, von Samsung http://samsung.com vorgestellte Smartphone „Galaxy S3“ überzeugt die Fachpresse nicht auf ganzer Linie. Neben dem Vierkernprozessor blieben große Neuerungen auf Seiten der Hardware aus, dementsprechend zurückhaltend ist die Rezeption in manchen Medien. Insbesondere die Kamera des Telefons entspricht nicht den Erwartungen. Samsung versucht dafür, mit Software-Innovationen zu punkten.
Erste Benchmarks vielversprechend
Ungeachtet dessen ist das neue Gadget das bislang leistungsfähigste Android-Phone. Das mit der neuesten Betriebssystemversion 4.0 „Ice-cream Sandwich“ ausgestattete Gerät operiert wie erwartet auf Basis eines Exynos-4-SoC mit einer auf 1,4 GHz getakteten Quadcore-CPU. Diese greift auf einen Gigabyte Arbeitsspeicher zu.
Das Display setzt auf die zweite Generation der „Gorilla Glass“-Technologie zum Schutz vor Beschädigungen und bringt bei einer Dimension von 4,8 Zoll eine Auflösung von 720 x 1.280 Pixel, was jener des im Herbst erschienenen Galaxy Nexus entspricht. Neben mobilem Breitband – in den USA, Japan und Südkorea wird auch eine LTE-Variante erscheinen – verfügt das Smartphone über Bluetooth 4.0, n-WLAN, NFC, diverse Sensoren sowie GPS und Unterstützung für das russische GLONASS-Navigationssystem.
Damit wurde der koreanische Elektronikhersteller dem Gros der Erwartungen gerecht. Erste Benchmarks auf Basis der gezeigten Vorserienmodelle, wie etwa durchgeführt von Engadget, weisen darauf hin, dass sich das Galaxy S3 wohl vorerst die Leistungskrone aufsetzen wird.
Kamera in der Kritik
Zwei Aspekte werden von Fachmedien und Bloggern jedoch kritisch beäugt. Trotz Autofokus, HDR-Funktion und Rücklichtverstärkung liegt die Hauptkamera des Handys mit einer Auflösung von acht Megapixeln technisch auf hohem Standardniveau und damit unter den Erwartungen. Vielfach war man davon ausgegangen, dass das Telefon Bilder in der Dimension von zwölf Megapixel schießen würde.
Samsung hat den Fokus jedoch auf die Software gelegt, die mit schneller Reaktionszeit, ausgereiften Aufnahmemodi, kluger Bildoptimierung und einfach zugänglichem Sharing punkten soll. Mit dabei ist auch eine Burst-Shootfunktion, mit der bis zu 3,3 Fotos pro Sekunde geschossen werden können. Eine deutliche Aufwertung hat die Frontkamera erfahren. Diese löst mit 1,9 Megapixel auf und kann 720p-Filme aufnehmen.
Vereinzelt gibt es auch Befürchtungen, dass der Akku trotz der Kapazität von 2.100 mAh vor der Hardware vorzeitig in die Knie gehen könnte. Samsung betonte jedoch mehrfach, dass die neue Exynos-Plattform sehr sparsam arbeitet. Auch Tricks, wie via Eyetracking gesteuerte Anpassung der Bildschirmhelligkeit sollen den Stromverbrauch minimieren. Das S3 ist mit 136,6 Millimeter etwas länger als seine Vorgänger, unterbietet aber in der Dicke sogar das ohnehin sehr schlanke Nexus knapp.
Ab Sommer im Handel
Der Verkaufsstart für das Smartphone erfolgt im Sommer, wobei das Gerät in den USA und Zentraleuropa zeitgleich oder sehr zeitnah erhältlich sein könnte. Ein genauer Termin wurde bislang noch nicht genannt. In Österreich wird das Galaxy S3 zu Beginn exklusiv vom Netzbetreiber A1 als Vertragshandy angeboten. Der Preis für ein entsperrtes Gerät wird bei 600 Euro liegen.
pressetext.redaktionAnsprechpartner: Georg Pichler
Galaxy S3: Neues Spitzenmodell von Samsung kommt im Sommer (Foto: Samsung)