Tourismusförderung der EU soll wegfallen – Landrat Sager sieht dramatische Folgen für die Region

Eutin. In den Verordnungsentwürfen der neuen EU-Förderperiode ab 2014 ist eine Förderung der touristischen Infrastruktur nicht mehr vorgesehen. „Dies hätte für Ostholstein dramatische Folgen“, so Landrat Reinhard Sager heute (27. April) in einer Pressemittei-lung. Er appellierte zugleich mit Nachdruck an die Verantwortli-chen bei der Landesregierung und der Bundesregierung sich für ei-ne Änderung einzusetzen.

 

Nach den Verordnungsentwürfen ist nach EU-Maßstäben für „stärker entwickelte Regionen“ – wie die schleswig-holsteinischen Kreise – eine touristische Förderung nicht oder nur noch eingeschränkt möglich. „Der überwiegende Teil aller im „Zukunftsprogramm Wirtschaft des Landes Schleswig-Holstein“ geförderten Investitionen in neue Promenaden und Gewerbegebiete in den vergangenen Jahren ist zu 60 Prozent aus EU-Mitteln finanziert worden“, erklärte Landrat Sager. Allein die osthol-steinischen Tourismusgemeinden hätten hier von einer zweistelligen Millionenförderung profitiert. Und nicht nur das: Durch diese Förderung haben sich auch viele weitere positive Effekte für die touristische Entwicklung der Region ergeben und die Wettbewerbsfähigkeit konnte deutlich gesteigert werden.

Die vorgelegten Verordnungsentwürfe treffen jedenfalls keinesfalls die tatsächlichen Förderbedarfe der Region. Landrat Sager: „Die wirtschaft-liche Entwicklung in ganz Schleswig-Holstein ist damit gefährdet und die Zielsetzungen aus dem Tourismuskonzept der Landesregierung werden unterlaufen.“

 

OSTHOLSTEIN-DIENST