Am kommenden Wochenende ist es soweit: Rund 12.900 Erstklässler an
öffentlichen und privaten Schulen des Landes erhalten ihre Schultüte.
Die Bildung von Eingangsklassen an Grundschulen bzw. Schulen mit
Grundschulteil ist abgeschlossen. Für die Mädchen und Jungen und ihre
Eltern beginnt eine aufregende Zeit, für die es einiges vorzubereiten
gilt.
Kultusminister Henry Tesch macht darauf aufmerksam, dass es ist
wichtig, die Kinder auf diesen Tag vorzubereiten und regt an: *Noch vor
der Einschulung können Eltern mit ihren Kindern den Schulweg abgehen,
Hefte kaufen, den Schreibtisch für die Hausaufgaben einrichten,
gemeinsam den Schulranzen packen oder die Abläufe des Schulalltags
gemeinsam spielerisch durchgehen. Diese Dinge helfen den Kindern den
neuen Lebensabschnitt leichter zu meistern und stärkt ihr
Selbstvertrauen.*
Eltern, Geschwister und Verwandte können das Kind unterstützen. Ein
einfacher Zuspruch oder eine Bestätigung motivieren und fördern die Lust
am Lernen. Die Eltern selbst sollten sich nicht unter Druck setzen,
sondern entspannt mit der neuen Situation umgehen. „Die Ruhe und
Gelassenheit wird sich auch auf die Kinder übertragen“, versicherte der
Minister.
Damit der Übergang vom Kindergartenkind zum Schulkind möglichst
problemlos verläuft, hier ein paar allgemeine Tipps:
1. Schultüte
Die Zuckertüte darf ruhig eine Zuckertüte bleiben und die
Schuleinführung versüßen. Das fördert die Lust und Freude am Lernen.
In jede Schultüte gehört aber auch geistige Nahrung, z. B. ein Buch. Die
Vorfreude auf den Unterricht kann ebenso durch nützliche Dinge, wie
zusätzliche Füller, Stifte, Werkenschürze, Farbkasten oder
Sportsachen gesteigert werden.
2. Schulranzen
Neben schönen Formen und bunten Farben muss beim Schulranzen vor allem
auf den Komfort geachtet werden. Leer sollte er nicht mehr als ein Kilo
wiegen und gefüllt 10 Prozent des Körpergewichtes nicht übersteigen. Des
Weitern ist ein vorgeformter Rücken, eine gute Polsterung und gut
sichtbare Reflektoren sehr wichtig.
3. Schulweg
Vor der offiziellen Einschulung sollten die Eltern mit ihren Kindern
den Schulweg gemeinsam abgehen. Es ist vor allem wichtig, den Schulweg
unter realen Bedingungen kennenzulernen. D. h., zu normalen
Schulwegzeiten und nicht am Wochenende. Kinder müssen ihren künftigen
Schulweg außerdem gut kennen. Eltern sollten deswegen ihr Kind auch in
den ersten Tagen begleiten.
4. Essen
Schule ist anstrengend und Schulkinder brauchen viel Energie, um im
Schulalltag bestehen zu können. Ein gesundes nahrhaftes Frühstück
Zuhause sowie das schmackhafte Pausenbrot mit Obst, Gemüse und
ausreichend Getränke sind eine wichtige Voraussetzung für
konzentriertes, erfolgreiches Lernen. Informationen rund um eine
ausgewogene Ernährung für Kinder bietet die Plattform Ernährung und
Bewegung.
4. Gesundheit/Sport
In den letzten Tagen vor dem Schulbeginn ist es wichtig, auf den
möglicherweise neuen Tages- und Schlafrhythmus umzustellen.
Ausreichend Schlaf verhindert Müdigkeit und Konzentrationsdefizite. Der
Tag eines Schulanfängers sollte ruhig beginnen und ohne Hektik ablaufen.
Es empfiehlt sich, den Ranzen gemeinsam am Vortag zu packen. Um den
natürlichen Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden, sollte neben
den Hausaufgaben weiterhin auf viel Bewegung im Freien geachtet werden.
Schüler, die regelmäßig körperlich aktiv sind, bleiben gesund und nehmen
den Lernstoff konzentrierter auf. Sinnvoll ist die Mitgliedschaft in
einem Sportverein. Neben ausreichend Bewegung werden hier wichtige
soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Fairness vermittelt.
5. Belohnung und Motivation
Die Vorbereitungen auf den ersten Schultag sollten trotz aller Tipps
nicht übertrieben werden und nicht in Stress ausarten – es gilt, ein
gesundes Maß zu halten. Vom ersten Tag an sollten die Eltern viel
Interesse an den schulischen Abläufen zeigen und sich in Geduld üben,
wenn nicht alles gleich klappt. Hin und wieder sind kleine Belohnungen
hilfreich, um die Lernmotivation zu stärken.
Ministerium f. Bildung, Wissenschaft , Kultur, Mecklenburg-Vorpommern