Silvesternacht in Hamburg – Bundespolizei zieht Bilanz im bahnpolizeilichen Bereich

Silvesternacht in Hamburg – Bundespolizei zieht

Bilanz im bahnpolizeilichen Bereich –

 

Die Bundespolizeiinspektion Hamburg hatte sich auf die

Silvesternacht in Hamburg im bahnpolizeilichen Zuständigkeitsbereich

personell eingestellt. Zur Erhöhung der bundespolizeilichen Präsenz

und zur offensiven Gewaltprävention waren über einhundert

Bundespolizisten eingesetzt. Verstärkt wurde die Hamburger

Bundespolizei durch Polizeibeamte der Bundesbereitschaftspolizei aus

Ratzeburg.

 

Vom 31.12.2010 (ca. 20.00 Uhr) bis zum 01.01.2011 (ca. 12.00 Uhr)

verzeichnete die Bundespolizeiinspektion Hamburg im bahnpolizeilichen

Bereich rund 60 Einsätze. Innerhalb dieser Einsätze registrierte die

Bundespolizei zehn „Roheitsdelikte“ (Körperverletzung/Gefährliche

Körperverletzung/Bedrohung).

 

Zwei Bundespolizisten der Bundespolizeiabteilung Ratzburg wurden

im S-Bahnhaltepunkt Reeperbahn gegen 00.15 Uhr verletzt und ambulant

in einem Krankenhaus behandelt. Ein bislang unbekannter Täter warf an

einem Treppenabgang Feuerwerkskörper hinunter. Diese explodierten

unmittelbar vor den Geschädigten der Bundespolizei. Beide

Bundespolizisten erlitten ein Knalltrauma und sind vorerst nicht mehr

dienstfähig.

 

Gegen 23.20 Uhr nahmen Bundespolizisten nach einer

bundespolizeilichen Kontrolle einen per Haftbefehl gesuchten

Hamburger in der S- Bahnstation Reeperbahn fest. Der 26-Jährige

wurde per Haftbefehl wegen Diebstahls gesucht und hat noch eine

Freiheitsstrafe von 113 Tagen zu verbüßen. Der Gesuchte aus Altona

wurde der zuständigen Haftanstalt zugeführt.

 

„Insgesamt stellte die Bundespolizei auch in der Silvesternacht

wieder fest, dass die Hemmschwelle zu Gewalt sehr niedrig war. Die

Einsätze der Bundespolizei waren geprägt von körperlichen

Auseinandersetzungen zwischen jungen und überwiegend alkoholisierten

Personen. Erschwerend kam der unsachgemäße Umgang mit

Feuerwerkskörpern hinzu.“

 

Die Bundespolizeiinspektion Hamburg wird auch zukünftig in

unregelmäßigen Abständen Schwerpunkteinsätze zur offensiven

Gewaltprävention durchführen.

 

Bundespolizeiinspektion Hamburg