Ausländische Fachkräfte in Schleswig-Holstein willkommen

KIEL. Anlässlich der Berichterstattung über ein Projekt mit spanischen Pflegekräften in Schleswig-Holsteinischen Dana-Pflegeeinrichtungen stellt das Gesundheitsministerium klar: Spanische Pflegekräfte und auch Pflegekräfte anderer Nationen können in Schleswig-Holsteinischen Pflegeeinrichtungen arbeiten. Keineswegs hat die jetzige Landesregierung ein Projekt dazu „auf Eis gelegt“ oder ein „Arbeitsverbot“ erteilt. Es wurde in Schleswig-Holstein auch kein „Rückzieher“ von bereits erteilten Berufsanerkennungen gemacht.

 

Gesundheitsministerin Kristin Alheit betonte: „Um den Fachkräftebedarf in der Pflege dauerhaft zu sichern, sind eine Vielzahl von Maßnahmen notwendig. Dazu zählt die Stärkung der Ausbildung in Schleswig-Holstein aber auch die Möglichkeit, ausländische Fachkräfte für unser Land zu gewinnen. Sie sind hier ausdrücklich willkommen.“

 

In Bezug auf die Anerkennung ausländischer Fachkräfte hatte es – unter der Vorgängerregierung im April 2012 – eine Verständigung der Bundesländer gegeben, das Sprachniveau „B2“ als Kriterium heranzuziehen, um eine angemessene Kommunikation zwischen Pflegebedürftigen und Pflegekräften zu ermöglichen. Diesen Beschluss hatte das Gesundheitsministerium auch nach dem Regierungswechsel vertreten und der Dana-Gruppe auf Nachfrage mitgeteilt. Dana-Pflegeeinrichtungen hatten bereits im Frühjahr in Eigeninitiative unter anderem in Plön spanische Pflegekräfte eingestellt.

Vor dem Hintergrund eines möglichen Scheiterns der Initiative aufgrund sprachlicher Hürden prüft das Land derzeit Möglichkeiten, wie das Modell praktikabel weiter geführt werden kann, ohne den notwendigen Patientenschutz zu vernachlässigen. Denkbar wären zum Beispiel Übergangsregelungen, innerhalb der die Sprache weiter vertieft werden kann. Das Ministerium hat die Leitung der Dana-Gruppe daher zu einem Gespräch eingeladen, um die Möglichkeiten zu erörtern. Ziel der Landesregierung ist es, auch zukünftig solche sinnvollen Projekte zu ermöglichen.

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein | Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel