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Antikörper von Pferden bekämpfen Ebola wirksam - Afrikanische Entwicklungsländer profitieren von Effizienz und Kosten

Brisbane, 07.02.17 - Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der University of Queensland http://uq.edu.au hat eine wirksame und kostengünstige Behandlungsmethode gegen Ebola entwickelt. Dabei werden Antikörper eingesetzt, die von Pferden stammen. "Das ist eine kostengünstige Behandlungsmethode, die für afrikanische Entwicklungsländer interessant ist, die bereits Antiseren gegen Schlangengift produzieren", so Forscher Alexander Khromykh...Foto: uq.edu.au

Zuletzt 11.000 Tote

Das Serum wird meist aus Antikörpern von Schafen oder Pferden hergestellt, die von der jeweiligen Schlange gebissen worden sind. Laut Khromykh ist es das erste Mal, dass aus Pferden gewonnene Antikörper erfolgreich gegen Ebola eingesetzt werden. Das Team besteht aus Forschern aus Australien, Russland und Frankreich sowie von Plasvacc im australischen Bundesstaat Queensland, das zum gleichnamigen US-Unternehmen gehört.

Der letzte Ebola-Ausbruch quälte zwischen 2014 und 2016 mehrere westafrikanische Staaten. 30.000 Menschen erkrankten, 11.000 starben. Die Seuche erreichte durch Reisende auch Menschen in Europa und in den USA. Der United Nations Medical Service in New York intensivierte daraufhin die Bemühungen, ein Mittel gegen Ebola zu entwickeln. Ein Ergebnis sind monoklonale Antikörper, mit denen Ebola-Infizierte in Großbritannien behandelt wurden.

Breiter Einsatz denkbar

Um Antikörper in großen Mengen herzustellen, sind hohe Investitionen nötig, so Khromykh. Die Produktion von Antikörpern aus Pferden sei weitaus preiswerter, zudem auch in Entwicklungsländern möglich. Professor Paul Young, Chemiker und Molekularbiologe an der University of Queensland, spricht von einem signifikanten Fortschritt bei der Behandlung von Seuchen. Die jetzt gefundene Methode lasse sich auch gegen andere gefährliche Krankheitserreger einsetzen.

Das auf Pferden basierende Präparat ist nicht das einzige, das die Australier entwickelt haben. Sie verfügen bereits über einen Impfstoff gegen Ebola, der auf einer Manipulation des Kunjin-Virus beruht. Dieser löst seinerseits Krankheiten aus, wenn er nicht modifiziert ist. Dieser Virus wird auch verwendet, um Seren gegen andere Erkrankungen herzustellen. Der Impfstoff ist allerdings deutlich teurer als die jetzt in den "Scientific Reports" http://nature.com/articles/srep41537 vorgestellte Methode.

Aussender: pressetext, Wolfgang Kempkens
Foto: uq.edu.au
Redaktion: TG

http://www.pressetext.com/news/20170207015
pte20170207015
Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Antikörper von Pferden bekämpfen Ebola wirksam

Afrikanische Entwicklungsländer profitieren von Effizienz und Kosten

Ebola-Virus: Forscher finden neuen Behandlungsweg (Foto: uq.edu.au)

Ebola-Virus: Forscher finden neuen Behandlungsweg (Foto: uq.edu.au)

Brisbane (pte/07.02.2017/10:30) Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der University of Queensland http://uq.edu.au hat eine wirksame und kostengünstige Behandlungsmethode gegen Ebola entwickelt. Dabei werden Antikörper eingesetzt, die von Pferden stammen. "Das ist eine kostengünstige Behandlungsmethode, die für afrikanische Entwicklungsländer interessant ist, die bereits Antiseren gegen Schlangengift produzieren", so Forscher Alexander Khromykh.

Zuletzt 11.000 Tote

Das Serum wird meist aus Antikörpern von Schafen oder Pferden hergestellt, die von der jeweiligen Schlange gebissen worden sind. Laut Khromykh ist es das erste Mal, dass aus Pferden gewonnene Antikörper erfolgreich gegen Ebola eingesetzt werden. Das Team besteht aus Forschern aus Australien, Russland und Frankreich sowie von Plasvacc im australischen Bundesstaat Queensland, das zum gleichnamigen US-Unternehmen gehört.

Der letzte Ebola-Ausbruch quälte zwischen 2014 und 2016 mehrere westafrikanische Staaten. 30.000 Menschen erkrankten, 11.000 starben. Die Seuche erreichte durch Reisende auch Menschen in Europa und in den USA. Der United Nations Medical Service in New York intensivierte daraufhin die Bemühungen, ein Mittel gegen Ebola zu entwickeln. Ein Ergebnis sind monoklonale Antikörper, mit denen Ebola-Infizierte in Großbritannien behandelt wurden.

Breiter Einsatz denkbar

Um Antikörper in großen Mengen herzustellen, sind hohe Investitionen nötig, so Khromykh. Die Produktion von Antikörpern aus Pferden sei weitaus preiswerter, zudem auch in Entwicklungsländern möglich. Professor Paul Young, Chemiker und Molekularbiologe an der University of Queensland, spricht von einem signifikanten Fortschritt bei der Behandlung von Seuchen. Die jetzt gefundene Methode lasse sich auch gegen andere gefährliche Krankheitserreger einsetzen.

Das auf Pferden basierende Präparat ist nicht das einzige, das die Australier entwickelt haben. Sie verfügen bereits über einen Impfstoff gegen Ebola, der auf einer Manipulation des Kunjin-Virus beruht. Dieser löst seinerseits Krankheiten aus, wenn er nicht modifiziert ist. Dieser Virus wird auch verwendet, um Seren gegen andere Erkrankungen herzustellen. Der Impfstoff ist allerdings deutlich teurer als die jetzt in den "Scientific Reports" http://nature.com/articles/srep41537 vorgestellte Methode.

(Ende)
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