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Klimaschutzmanagerin des Kreises Ostholstein nimmt die Arbeit auf - Umsetzung des Maßnahmenkatalogs aus dem Klimaschutzkonzept steht im Mittelpunkt

Eutin, 20.02.17 - 2016 wurde das integrierte Klimaschutzkonzept des Kreises Ostholstein fertiggestellt und vom Kreistag verabschiedet, jetzt beginnt die Umsetzung: Klimaschutzmanagerin Anja Schäffler hat Anfang Januar ihre Arbeit aufgenommen und ist ab sofort die zentrale Anlaufstelle für alle Klimaschutzaktivitäten beim Kreis...Aussender: Kreis Ostholstein

Zu den wichtigsten Aufgaben der neuen Mitarbeiterin zählt die Umsetzung von 25 Maßnahmen, die bei der Konzepterarbeitung von den beteiligten Akteuren und der Politik als prioritär eingestuft wurden. Dazu gehören Aktivitäten in den Bereichen Tourismus, Wirtschaft, Verkehr und Mobilität, aber auch Maßnahmen innerhalb der Kreisverwaltung sowie in den kreiseigenen Liegenschaften. Im zuständigen Ausschuss des Kreistages stellte sich die 29-Jährige, die an der Universität Lüneburg Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften studiert hat und zuletzt an der Fachhochschule Bielefeld im Bereich Hochwasserrisikomanagement tätig war, gestern (20.02.) vor und erläuterte ihren „Fahrplan“ für die nächsten Monate. Dabei warb sie um eine aktive Begleitung des weiteren Prozesses durch die Politik.

Landrat Reinhard Sager zeigt sich erfreut, dass die Klimaschutzarbeit nun in die praktische Phase übergeht: „Wir stellen uns als Kreis den Herausforderungen des Klimawandels und wollen unseren konkreten Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionnen in Ostholstein leisten. Dies erreichen wir durch die Realisierung von Projekten aus unserem Klimaschutzkonzept, mit der wir jetzt starten. Dabei stehen viele Maßnahmen an, die wir in Kooperation mit verschiedenen Akteuren in der Region verwirklichen werden. Wir möchten aber auch mit gutem Beispiel vorangehen und werden daher unser Sanierungsprogramm für die kreiseigenen Gebäude konsequent fortführen und uns darüber hinaus kritisch mit verwaltungsinternen Prozessen und Themen auseinandersetzen, damit wir dem Ziel einer ‚klimafreundlichen Verwaltung‘ ein entscheidendes Stück näher kommen.“

Zu den Maßnahmen, die mit Priorität umgesetzt werden sollen, zählen u.a. die Erstellung eines betrieblichen Mobilitätskonzeptes für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung, Kampagnen und Wettbewerbe zur Steigerung der Energieeffizienz in privaten Haushalten (wie z.B. eine Tauschaktion für Umwälzpumpen) und die Förderung der E-Mobilität. Darüber hinaus wird die Öffentlichkeitsarbeit und die Vernetzung von Akteuren in der Region eine wichtige Aufgabe der Klimaschutzmanagerin sein.

Bei Fragen, Anregungen oder Interesse an der Mitwirkung erreichen Sie Frau Schäffler per E-Mail a.schaeffler@kreis-oh.de oder telefonisch unter 04521-788-271.

Hintergrund:

Die nationalen Klimaschutzziele Deutschlands sehen vor bis zum Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen um mindestens 40 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Der Kreis Ostholstein will seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten und hat sich in seinem Klimaschutzkonzept das Ziel gesetzt die CO2-Emissionen im Kreis bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen wurde im Jahr 2015/2016 ein Klimaschutzkonzept mit einem breit gefächerten Maßnahmenkatalog erarbeitet, der nun im Rahmen des neu etablierten Klimaschutzmanagements umgesetzt werden soll.

Das Klimaschutzmanagement des Kreises Ostholstein ist im Fachdienst Regionale Planung angesiedelt. Die Stelle ist zunächst auf 3 Jahre befristet und wird aus Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Das Gesamtvolumen des Projektes beläuft sich auf 220.369,00 €, die Förderquote liegt bei 91 %.

Daten und Fakten:

Klimaschutz im Kreis Ostholstein: Die Ziele bis zum Jahr 2030

CO2-Emissionen:

Reduzierungen der CO2-Emissionen um 30% bezogen auf 2013 (1.838.261 t CO2-

Emissionen im Jahr 2013)

Strom:

Verdopplung der Produktion von regenerativ erzeugtem Strom gegenüber 2013 auf insgesamt 2TWh

Nutzung des Überschussstroms in der Region

Wärme:

Die Wärmeversorgung durch Erneuerbare Energien auf 15% steigern durch insbesondere Motivation und Beratung der Verbraucher und Schaffung einer geeigneten Infrastruktur

Verkehr:

Entwicklung der Infrastruktur für die Nutzung von E-Mobilität

Merkbarer Anteil von E-Mobilität am Modal Split (Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel)

Gebäudebestand:

Erhöhung der Sanierungsquote auf 2,5 %

Das vollständige Konzept finden Sie auf der Internetseite des Kreises unter: http://www.kreis-oh.de/Klimaschutz

Aussender: Carina Leonhardt, Kreis Ostholstein
Redaktion: Torben Gösch

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