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Aktionsreise gegen Urantransporte - Evakuierung im Ernstfall nicht realisierbar

Bonn, Hamburg, Trier, 17.02.2017 - Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) weist darauf hin, dass an diesem Wochenende (18. Und 19. Februar) in mehreren Bundesländern Protestaktionen gegen Urantransporte stattfinden...

Anti-Atomkraft-Initiativen und der BBU fordern das sofortige Verbot der häufig fahrenden Urantransporte und die sofortige Stilllegung der Uranfabriken in Lingen (Niedersachsen) und Gronau (Nordrhein-Westfalen). Beide Uranfabriken unterliegen keinerlei Laufzeitbegrenzung und in ihnen wird Nuklearbrennstoff für Atomkraftwerke im In- und Ausland produziert. Damit beide Anlagen betrieben werden können, finden zahlreiche Urantransporte mit LKW und Zügen, aber auch per Schiff, statt.

Die Aktion am Wochenende richtet sich konkret gegen sogenannte „Yellow Cake“- Transporte über Kiel und Hamburg zur AREVA-Uranfabrik in Narbonne (Frankreich) sowie gegen Uranhexafluorid-Transporte von der französischen Konversionsanlage Pierrelatte (Rhône-Tal) zur einzigen deutschen Urananreicherungsanlage in Gronau.

Mitglieder mehrerer Anti-Atomkraft-Initiativen werden am Wochenende symbolisch „Yellow Cake“ (Uranerzkonzentrat) von Kiel nach Trier in Personenzügen transportieren. Sie werden dabei die Bahnstrecke nutzen, die regelmäßig für die zahlreichen Atomtransporte zwischen Hamburg und Trier genutzt wird. Außerdem wird symbolisch Uranhexafluorid von Frankreich nach Gronau transportiert.

Während der zweitägigen Fahrt sollen auf der Strecke Reisende über die Gefahren der Urantransporteinformiert werden. Urantransporte erfolgen in der Regel ohne Polizeischutz und auch betroffene Kommunen, die durchfahren werden, werden vorab nicht informiert. Bei möglichen Unfällen wären die zuständigen Hilfskräfte vor Ort nicht in der Lage sofort angemessen reagieren zu können. Bei einem Unfall mit Uranhexafluorid-Freisetzungen müsste innerhalb weniger Minuten ein Bereich im Umkreis von mehreren Kilometern evakuiert werden.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen freuen sich über engagierte Mitreisende. Dafür gibt es Treffpunkte sowie Pressetermine an verschiedenen Bahnhöfen. (Siehe: http://urantransport.de/aktionstage/aktionsfahrt/aktionsfahrt-2017-fahrplan/)

Am Ende der Aktionstour findet am Sonntag am Bahnhof in Gronau ab 17 Uhr eine Mahnwache statt.

Weitere ausführliche Informationen unter http://urantransport.de/aktuelles.

Aussender: Udo Buchholz, BBU
Redaktion: Torben Gösch

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