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Gerettet: Bärin Gjina musste täglich bis zu 20 Bier trinken - VIER PFOTEN bringt misshandelte Bärin ins Bärenschutzzentrum

Hamburg/Albanien/Kosovo, 5. Oktober 2016 - Bärin Gjina lebte in einem winzigen Käfig neben einem Restaurant im albanischen Zerqan. Ihr Gitterkäfig war mit nur 6 Quadratmetern so klein, dass sie nur wenige Schritte im Kreis gehen konnte. Noch dazu wurde sie täglich mit bis zu 20 Flaschen Bier gefüttert - um sie gefügig zu machen. In Zusamenarbeit mit dem albanischen Umweltministerium hat die Stiftung VIER PFOTEN Gjina vergangene Woche gerettet und in den BÄRENWALD Prishtina in Kosovo gebracht...

© FOUR PAWS | Hazir Reka

Ebenfalls nun endlich in Sicherheit: Ketten-Bär Pashuk und Bier-Bär Tomi. VIER PFOTEN hatte Pashuk und Tomi bereits Ende August aus ihren Käfigen befreit und übergangsweise im Zoo Tirana untergebracht. Alle drei Bären erkunden nun im kosovarischen Bärenschutzzentrum von VIER PFOTEN zum ersten Mal im Leben die freie Natur. Zusammen mit 16 kosovarischen, ehemals leidenden Restaurant-Bären, werden die drei Neuankömmlinge nun in großen, naturnahen Freigehegen bis zu ihrem Lebensende professionell betreut.

Thomas Pietsch, Wildtierexperte bei VIER PFOTEN: "Der Transport ist ganz nach Plan gelaufen. Im Schutzzentrum angekommen liefen alle drei Bären gleich neugierig durch ihre Gehege und haben in der Sonne frisches Obst gefressen. Von jetzt an wird es ihnen an nichts mehr mangeln!"

Lefter Koka, Umweltminister Albaniens: „Es ist wunderbar, dass diese Bären nun ein artgemäßes Zuhause im BÄRENWALD Prishtina gefunden haben. Wir werden nicht nur alle Bärenhaltungen überprüfen, sondern wir werden auch eine Bären-Auffangstation für die in Gefangenschaft lebenden Braunbären Albaniens bauen. Damit möchten wir diese Missstände, die sich innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte entwickelt haben, beenden. Ich möchte betonten, dass der albanische Tourismus keineswegs davon profitiert, im Gegenteil, wenn Tiere zur Schau gestellt werden, dann schadet das dem Image Albaniens.“

Minister Koka setzt sich seit Monaten intensiv für den Bau einer Bären-Auffangstation im Mount Nationalpark Mali Dajti in der Nähe von Tirana ein. Zwischen 40 und 50 Bären leiden immer noch in Albanien unter entsetzlichen Bedingungen. Im Rahmen der seit August laufenden Kampagne zur Rettung der albanischen Bären startete VIER PFOTEN nun eine albanienweite Plakatkampagne. Sie soll auf das Schicksal der traurigsten Bären Europas hinweisen und gleichzeitig deutlich machen, dass eine Beendigung der grausamen Bärenhaltung in Albanien zu einem positiveren Image des Landes beiträgt.

Weitere Informationen zu den Bären Tomi und Pashuk: Tomi lebte vor seiner Rettung in einem zugemüllten Betonkäfig neben den Toiletten eines Restaurants in Ulza, einem Dorf ca. 75 Kilometer nördlich von Tirana, und musste sich von Brot und Bier ernähren. Er wies massive Verhaltensstörungen auf und hatte Verletzungen am Oberkörper. Pashuk musste jahrelang in einem dunklen Verschlag neben einem Restaurant in Levan im Südwesten Albaniens ausharren. Um seinen Hals trug er eine viel zu enge Eisenkette, die ins Fleisch eingewachsen war. Bei seiner Rettung im August mussten die Tierärzte noch vor Ort die Kette aus seinem Hals herausschneiden und die tiefe Wunde versorgen.

Hintergrundinformationen: http://www.vier-pfoten.de/projekte/baeren/baerenhilfe-albanien/

Zur Online-Petition: www.savethesaddestbears.com

Spenden Sie für die traurigsten Bären Europas: www.vier-pfoten.de/albanienbaeren

Aussender: Melitta Töller, VIER PFOTEN Deutschland
Redaktion: TG

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