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Migranten gründen jede fünfte Firma in Deutschland - Häufiger konkrete Geschäftsideen und Produktinnovationen am Start

Frankfurt am Main - Jeder Fünfte der 868.000 Gründer, die sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland selbständig gemacht haben, war ein Migrant. Wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) http://kfw.de heute, Freitag, bekannt gegeben hat, tragen Migranten - wie bereits in den Jahren zuvor auch - etwas mehr zum Gründergeschehen bei, als es ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht (18 Prozent).Händler: Migranten preschen bei Gründungen vor (Foto: pixelio.de, S. Krumme)

Handel ist und bleibt beliebt

 

Der aktuellen statistischen Auswertung nach gründen Migranten häufiger mit Mitarbeitern ein Unternehmen: Im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2013 beschäftigten 42 Prozent von ihnen von Anfang an eigene Mitarbeiter, während dies nur für 29 Prozent aller Gründer gilt. "Die Mehrheit der Migranten gründet aufgrund einer konkreten Geschäftsidee und bringt damit auch häufiger eine Marktneuheit mit an den Start", sagt KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner über die Ergebnisse einer Studie mit Daten des KfW-Gründungsmonitors.

Die beliebteste Branche für Neugründungen von Migranten ist der Handel. Gut jeder Vierte der gründenden Migranten startete in diesem Segment. "Es ist anzunehmen, dass viele über gute Kenntnisse ihrer Heimatmärkte verfügen und bei günstigen Geschäftsgelegenheiten deshalb im Handel aktiv werden", sagt Zeuner. Personen mit früherer (bei Einbürgerung) oder aktueller türkischer Staatsangehörigkeit sind bei Migranten am stärksten unter den Gründern vertreten. Von 2008 bis 2013 waren es im Schnitt 21 Prozent.

Weniger Probleme bei Finanzierung

Auffallend ist, dass immer weniger Migranten bei der Gründungsfinanzierung auf Probleme stoßen. So ist der Anteil jener Personen 2013 im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken - von 34 Prozent auf 25 Prozent. Gleichwohl haben Migranten öfter mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen als der Durchschnitt aller Gründer (2013: 17 Prozent). Die Abbruchquote bleibt relativ hoch: Nach zwölf Monaten bestehen bereits 15 Prozent der Unternehmen nicht mehr, nach 36 Monaten steigt die Abbruchquote auf 30 Prozent. Bei Migranten ist die Abbruchquote noch etwas höher: 21 Prozent nach zwölf Monaten, 39 Prozent nach 36 Monaten.

Aussender: pressetext
Ansprechpartner: Florian Fügemann
(Foto: pixelio.de, S. Krumme)
Redaktion: Torben Gösch

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