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Genetischer Vitamin-D-Mangel erhöht MS-Risiko - Erstmals konnte ein kausaler Zusammenhang nachgewiesen werden

Menschen, die genetisch bedingt zu niedrigen Vitamin-D-Werten neigen, verfügen laut einer Studie der McGill University http://mcgill.ca über ein erhöhtes Risiko, an Multipler Sklerose zu erkranken. Die auf den DNA-Profilen von zehntausendenden Menschen mit europäischen Vorfahren beruhenden Forschungsergebnisse sprechen für die Theorie, dass Vitamin D bei dieser Krankheit eine Rolle spielt.Foto: pixelio.de, PeterFranz

Vermutet wurde ein Zusammenhang bereits lange - nun gelang es erstmals, den genetisch bedingten Mangel als Ursache für ein erhöhtes Krankheitsrisiko nachzuweisen.

Gene können Risiko erhöhen

Für die aktuelle Studie verglichen die Wissenschaftler die Verbreitung von MS in einer großen Gruppe von Menschen mit europäischen Vorfahren, rund 14.000 Menschen mit MS und etwa 24.000 gesunde Menschen wurden miteinbezogen. Bei allen wurde nach der genetischen Prädisposition zu dem Vitaminmangel gesucht, denn diese genetische Variation tritt in der Bevölkerung eher nach dem Zufallsprinzip auf. Dieser Umstand gab den Forschern Hoffnung, dass jeder nachgewiesene Zusammenhang auch wissenschaftlich haltbar sein würde.

Die in PLoS Medicine veröffentlichten Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass Menschen mit geringeren Werten eines Markers für Vitamin D aufgrund ihrer genetischen Prädisposition deutlich eher an MS erkrankten als Menschen ohne diese Vorbelastung. Wenn der Level des Markers im Blut bei den Risikogruppen um das 1,5-Fache erhöht werden könnte, würde das Risiko an MS zu erkranken, halbiert.

Überlegungen zu Medikation mit Vitamin D

Internationale Forschungsprojekte haben bereits nachgewiesen, dass Multiple Sklerose häufiger in den Ländern auftritt, die mit weniger Sonnenschein auskommen müssen. Sonne dient maßgeblich der körpereigenen Produktion von Vitamin D. Unklar ist aber derzeit noch, ob eine vorbeugende Verabreichung des Vitamins oder das Einsetzen als Medikament bei MS die Krankheit verhindern oder die Symptome lindern kann. Die Autoren der Studie empfehlen, dies in Langzeitstudien zu erforschen.

Aussender: pressetext, Michaela Monschein
Foto: pixelio.de, PeterFranz
Redaktion: TG / Hallo-Holstein

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