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Fett weg: Aktivierung des braunen Gewebes möglich - Reduktion von Gewicht und Verbesserung der Insulinresistenz denkbar

Forscher des IFB AdipositasErkrankungen der Universität Leipzig http://ifb-adipositas.de haben ein neues Substrat getestet, das den genetischen Pfad zur Aktivierung im Fettgewebe erstmals auch im Menschen positiv beeinflusst. Ziel war es, sowohl eine Gewichtsreduktion als auch eine Verbesserung der Insulinresistenz im braunen Fettgewebe zu erreichen...Foto: pixelio.de, Dieter Schütz

Enzym PDE10A als Schlüssel

Braunes Fettgewebe ist für die Wärmeentwicklung - die sogenannte Thermogenese - im Körper verantwortlich und verbraucht dazu große Mengen an Energie. Für Menschen mit Übergewicht und Adipositas ist die Erhöhung des Energieumsatzes ein wichtiges Ziel. Die Aktivierung des braunen Fettgewebes kann durch Kälteeinwirkung erreicht werden, aber auch durch medikamentöse Intervention, wie Forscher des IFB AdipositasErkrankungen von der Medizinischen Fakultät nun nachweisen konnten.

Die Leipziger Forscher um Wiebke Fenske haben jetzt erstmalig im Menschen ein Enzym PDE10A (Phosphodiesterase 10A) im braunen Fettgewebe und in einem Teil des Großhirns, dem sogenannten Striatum, identifiziert. Die Aktivität des Striatums ist mit Übergewicht und Adipositas assoziiert. Die Forscher wendeten dabei unter anderem spezielle kombinierte Bildgebungstechniken (PET/MRT) an. Die zielgerichtete Ausschaltung dieses Enzyms durch ein Substrat MP-10 führt zu einer deutlichen Gewichtsabnahme und Verbesserung der Insulinresistenz durch Aktivierung des braunen Fettgewebes, so die Erkenntnis.

Vermeiden von Nebenwirkungen

Den Effekt einer vermehrten Aktivierung des braunen Fettgewebes und einer Umwandlung von weißem in beiges Fettgewebe beobachten die Wissenschaftler in menschlichen Zelllinien. Das Substrat MP-10 ist gut für den Menschen verträglich. Ein Vorteil des Substrats und des enzymatischen Angriffspunkts im Vergleich zu anderen Forschungsansätzen ist sein dualer Wirkansatz zur Gewichtsreduktion über einen zentralen Pfad im Gehirn und im Fettgewebe. Negative kardiologische Nebenwirkungen könnten vermieden und übergewichtigen Patienten eine sichere Gewichtsabnahme sowie eine Verbesserung bei Diabetes ermöglicht werden.

Aussender: pressetext.redaktion, Florian Fügemann
Foto: pixelio.de, Dieter Schütz
Redaktion: TG

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