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Experte Kanazawa: Frauen von Natur aus bisexuell - Geschlechterpräferenz nicht im gleichen Sinn wie beim Mann vorhanden

Forscher der London School of Economics http://lse.ac.uk haben einen spontanen Wechsel der sexuellen Orientierung bei Frauen nachgewiesen. Laut Evolutionspsychologe Satoshi Kanazawa hat dies evolutionsbedingte Ursachen. Auch will der Experte mit seinen wissenschaftlichen Forschungen weitere Phänomen wie etwa die männliche Faszination von lesbischem Sex erklären...Foto: Alice Kardel/pixelio.de

Mit Evolution erklärbar

"Die Analyse zeigt, dass Frauen eine sexuelle Orientierung nicht im gleichen Sinn wie Männer haben", ist sich Kanazawa sicher. Das ließe sich laut den Ergebnissen vor allem evolutionspsychologisch begründen. Frauen neigten sehr viel häufiger als Männer zu sexueller Fluidität, also dem plötzlichen Wechsel der sexuellen Orientierung.

Um polygame Ehen einst zu vereinfachen, tendierten Frauen aus Desinteresse an Streitigkeiten und Spannungen eher zu einer Flexibilität ihrer Geschlechterpräferenz. Sie gewöhnten sich daran, auch mit den anderen Ehefrauen sexuell aktiv zu werden. "An wem Frauen sexuell interessiert sind, hängt vielmehr vom spezifischen Partner, dem Reproduktionsstatus und anderen Umständen ab", erklärt Kanazawa.

Frühe Ehe begünstigt Trend

Der Forscher hat auch nachgewiesen, dass Frauen, die sehr früh den Bund der Ehe eingehen, eher zu sexueller Fluidität neigen. Diese Frauen haben meistens auch mehr Kinder. Die neuen Erkenntnisse sind laut Kanazawa erst der minimale Grundstein vieler neuer Nachweise. So könnte in weiteren Studien herausgefunden werden, warum sehr viele Männer von lesbischem Sex erregt sind und warum der weibliche Zyklus zweier Freundinnen oft übereinstimmt.

Aussender: pressetext, Sabrina Manzey
Redaktion: TG

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